Dienstag, 18. September 2012

Der letzte Eintrag ist schon ein wenig her, deshalb fasse ich die Erlebnisse mal ein wenig zusammen.

Jule, Hanna und ich sind für 11 Tage miteinander umhergereist. Ich bin am 18. Abends auf der Insel Bastimentos im Hostel Bocas Bounds angekommen und habe die beiden gerade in der Küche erwischt, wie sie gerade das Abendbrot gemacht haben. Ich bin etwa gegen 7 Uhr angekommen und konnte den Sonnenuntergang gerade vom Boot aus betrachten.
Die Sonne ging über dem Pazifik unter. Dadurch warf sie ihre letzten Strahlen über dem hoch gelegenen Nationalpark Amistad durch ein paar Kumulus Wolken und tauchte letztendlich sie gesamte Küste erst in ein orangenes und später in ein rosanes Licht.
Die Inseln bilden eine Art natürlichen Wellenbrecher, wodurch es praktisch keine Wellen vor der Küste gibt und das Wasser fast immer sehr ruhig ist.

Im Bocas Bounds blieben wir dann noch 3 Tage gemeinsam. Die Mädels waren bereits einige Tage früher angekommen. Von der Insel unternahmen wir eine Tagestour mit dem Boot, wo wir Delphine, eine traumhafte Inseln mit weißem Strand und ein Korallenriff sahen. Außerdem gingen wir am berühmten Red Frog Beach und dem Long Beach entlang, wo wir noch einmal schnorcheln gingen.
Da es auf Bastimentos keine Möglichkeit gab einzukaufen und wir Bocas del Toro auf der Isla Colón erkunden wollten, wechselten wir die Insel und kamen im erstbesten Hostel namens International Hostel unter. Wie sich später herausstellte war das Hostel sogar sehr gut und günstig. Praktischerweise lag direkt auf der anderen Straßenseite eine Tauchschule, die Tauchausflüge anbot.
Ich nutzte die Gelegenheit und ging zwei mal von dort aus tauchen.
Wir besuchten im ersten Tauchgang eine Kante in 15 Meter Tiefe von wo es weitere 40 Meter tief hinunter ging und im zweiten Tauchgang eine alte Autofähre, die früher zwischen Amistad und Bocas del Toro verkehrte. Wir konnten sehr viele tropische Fische (im Fall von den Wrackfischen bis zu 1,5m groß), Schwämme, Tintenfische, Seesterne und Korallen sehen.

Nach den Inseln besuchten wir den Nationalpark Amistad für zwei Tage. Das östliche Ende von Amistad ist nicht besonders entwickelt, während das westliche Ende sehr tourisisch ist. Wir kamen in einer alten Miltärbarake unter, die von den Native Americans geführt wurde. Um überhaupt in das Camp gelangen zu können, mussten wir mit einem Einbaum über eine reißenden Fluß übersetzen. Am zweiten Tag unternahmen wir eine Dschungeltour und bekamen auf Spansich erklärt, wie die Pflanzen und Bäume des Regenwaldes für die unterschiedlichsten Dinge benumtzt werden kann. Uns wurde erklärt, aus welchen Palmen man die Panamahüte macht und aus welchen Bäumen man die Einbäume haut. Der Baum ist witzigerweise super giftig und darüber hinaus auch noch mit tausenden Stacheln übersäht. Wenn man einen Einbaum aus diesem Baum in einem kleinen Fluß benutzt, sterben die Fische im Fluß.
Wir bekamen auch die Chance ein Faultier aus nächster Nähe zu sehen und dieverse Pfeilgiftfrösche zu fotografieren.
Nach dem Nationalpark fuhren wir weiter über David nach Las Lachas an der Pazifikküste. Der Monat für die beiden Mädchen ging zu Ende und Las Lachas lag schon auf dem Weg nach Panama-City. Von Las Lachas aus nahmen wir ein Taxi, was uns direkt bis an den Strand für, wo wir ein kleines italienisches Hippie-Hostel ins Auge gefasst hatten. Dort blieben wir 3 Tage. In unmittelbarer Nähe zum pazifischen Strand.

Von dort ging es weiter nach Panama-City, wo wir uns für 2 Tage im Mama Llena einmieteten. Am ersten Tag erkundeten wir die Stand, oder besser die Mädchen zeigten mir alles, weil sie mit ihrer Reise bereits in der Stadt gestartet waren. Wir besuchten die Mole und die Altstadt Pierto Vierjo, wo wir uns die schönen alten Häuser anschauten und den Markt hauptsächlich für Souveniere besuchten.
Am nächsten Tag gingen wir etwas später los und sahen uns im gefährlichen Teil der Stadt um. Praktisch an jeder Ecke steht dort ein Soldat und wacht über das Gewühl von Menschen. Wir wollten das Nationalmuseum zur Entstehung des Panama-Kanals besuchen. Es gelang uns auch irgenwann. Es stellte ich als nicht so einfach heraus, weil die Panamanesen sehr zielsicher flalsch anworten, wenn sie keine Ahnung haben. Also besser eine falsche Antwort als zu sagen, das man es nicht weiß.
Das Museum war letztendlich nur ein klimatisierter Raum in einem von außen nur schwerlich als Museum erkennbaren Haus, in dem 4 Frauen saßen, die den ganzen Tag Karten spielten und Radio hörten. Eine hatte auch geschlafen. Die letzten Besucher waren 6 Tage vor uns da.
Am Abend fuhren wir auf die andere Seite der Stadt um den neuen Batman Film zu sehen.

Die Mädels flogen am darauffolgenden Tag und ich blieb einen weiteren Tag in der Stadt um mich wieder auf das alleine sein einzustimmen und ein Paket nach Hause zu schicken.
Gegen Nachmittag für ich dann die 7 Stunden zurück nach David und von dort aus in die Bergstadt Boquete, wo ich die nächsten 6 Tage verbrachte. Ich lernte viele neue Leute kennen und traf mich mit Julius, den ich aus dem Schildkrötenprojekt kannte.
Ich besuchte heiße Quellen und den Pianistenpfad alleine und besuchte einen Wasserfall zusammen mit Markus, einem Österreicher und Julius. Mit Julius bestieg ich am gleichen Tag auch noch den Vulkan Barú. Der Berg ist 3476 Meter hoch und wir mussten mehr als 2000 Höhenmeter zurücklegen um nach oben zu kommen. Dafür brauchten wir exakt 6 Stunden und kamen um 5:30 Uhr an um den Sonnenaufgang zu beobachten. Oben waren es dann auch Temperaturen um den Gefrierpunkt. Wir hielten es trotzdem über eine Stunde dort oben aus und machten ungefähr eine Million Fotos. Für den anschließenden Abstieg brauchten wir dann 4 Stunden, also ganz so wie unser übereifriger Wirt es vorhergesagt hatte. Der Abstieg hatte es allerdings in sich und wir waren irgendwann wirklich entnervt vom ständigen nach unten gehen. Absteigen ist nämlich manchmal anstrengender als das Hochsteigen.
Den nächsten Tag schonten wir uns aßen einfach nur viel. Den nächsten Tag fuhren wir Nachmittags los um am frühen Morgen in Panama-City zu sein. Julius wollte die Stand und den Kanal unbedingt sehen und so entschlossen wir uns für einen ein.Tagestrip in die Stadt. Wir kamen um 3 Uhr morgens an und gingen wieder ind Mama Llena Hostel. Wir konnten vereinbaren keine Miete zu zahlen und nur unsere Rucksäcke zur Aufbewahrung dort zu lassen. Da es aber noch Nachts war und die Stadt sehr gefährlich ist, so lange es dunkel ist, legten wir uns in den Aufenthaltsraum um unsere Nacht ein wenig nachzuholen. So eine Busfahrt ist nicht unbedingt erholsam. Ich zeigte die Altstadt und die Mole. Wir ließen auch nicht die Gelegenheit aus uns von einem Taxifahrer abzocken zu lassen und uns den Panama-Kanal von einem Aussichtspunkt aus anzuschauen. Als wir die Passage eines Schiffes beobachtet hatten mussten wir uns beeilen rechtzeitig zum Busterminal zu kommen, um mal wider die Nacht im Bus, diesmal auf den Weg nach La Fortuna in Costa Rica um die Ohren zu schlagen. Im Augenblick ist es Nachts um kurz nach 1 und wir fahren gerade auf dem Pan-American-Highway nach David, von wo aus wir umsteigen und en Bus nach San José nehmen, von wo wir nach La Fortuna weiterfahren. Wir sind so zwischen 20 und 24 Stunden bis dahin unterwegs und legen ungefähr 1200 Kilometer zurück.

Also letzte Grüße aus Panama!