Jule, Hanna und ich sind für 11 Tage
miteinander umhergereist. Ich bin am 18. Abends auf der Insel
Bastimentos im Hostel Bocas Bounds angekommen und habe die beiden
gerade in der Küche erwischt, wie sie gerade das Abendbrot gemacht
haben. Ich bin etwa gegen 7 Uhr angekommen und konnte den
Sonnenuntergang gerade vom Boot aus betrachten.
Die Sonne ging über dem Pazifik unter.
Dadurch warf sie ihre letzten Strahlen über dem hoch gelegenen
Nationalpark Amistad durch ein paar Kumulus Wolken und tauchte
letztendlich sie gesamte Küste erst in ein orangenes und später in
ein rosanes Licht.
Die Inseln bilden eine Art natürlichen
Wellenbrecher, wodurch es praktisch keine Wellen vor der Küste gibt
und das Wasser fast immer sehr ruhig ist.
Im Bocas Bounds blieben wir dann noch 3
Tage gemeinsam. Die Mädels waren bereits einige Tage früher
angekommen. Von der Insel unternahmen wir eine Tagestour mit dem
Boot, wo wir Delphine, eine traumhafte Inseln mit weißem Strand und
ein Korallenriff sahen. Außerdem gingen wir am berühmten Red Frog
Beach und dem Long Beach entlang, wo wir noch einmal schnorcheln
gingen.
Da es auf Bastimentos keine Möglichkeit
gab einzukaufen und wir Bocas del Toro auf der Isla Colón erkunden
wollten, wechselten wir die Insel und kamen im erstbesten Hostel namens International Hostel unter. Wie sich später herausstellte war
das Hostel sogar sehr gut und günstig. Praktischerweise lag direkt
auf der anderen Straßenseite eine Tauchschule, die Tauchausflüge
anbot.
Ich nutzte die Gelegenheit und ging
zwei mal von dort aus tauchen.
Wir besuchten im ersten Tauchgang eine
Kante in 15 Meter Tiefe von wo es weitere 40 Meter tief hinunter ging und im
zweiten Tauchgang eine alte Autofähre, die früher zwischen Amistad
und Bocas del Toro verkehrte. Wir konnten sehr viele tropische Fische
(im Fall von den Wrackfischen bis zu 1,5m groß), Schwämme,
Tintenfische, Seesterne und Korallen sehen.
Nach den Inseln besuchten wir den
Nationalpark Amistad für zwei Tage. Das östliche Ende von Amistad
ist nicht besonders entwickelt, während das westliche Ende sehr
tourisisch ist. Wir kamen in einer alten Miltärbarake unter, die von
den Native Americans geführt wurde. Um überhaupt in das Camp
gelangen zu können, mussten wir mit einem Einbaum über eine
reißenden Fluß übersetzen. Am zweiten Tag unternahmen wir eine
Dschungeltour und bekamen auf Spansich erklärt, wie die Pflanzen und
Bäume des Regenwaldes für die unterschiedlichsten Dinge benumtzt
werden kann. Uns wurde erklärt, aus welchen Palmen man die
Panamahüte macht und aus welchen Bäumen man die Einbäume haut. Der
Baum ist witzigerweise super giftig und darüber hinaus auch noch mit
tausenden Stacheln übersäht. Wenn man einen Einbaum aus diesem Baum
in einem kleinen Fluß benutzt, sterben die Fische im Fluß.
Wir bekamen auch die Chance ein
Faultier aus nächster Nähe zu sehen und dieverse Pfeilgiftfrösche
zu fotografieren.
Nach dem Nationalpark fuhren wir weiter
über David nach Las Lachas an der Pazifikküste. Der Monat für die
beiden Mädchen ging zu Ende und Las Lachas lag schon auf dem Weg
nach Panama-City. Von Las Lachas aus nahmen wir ein Taxi, was uns
direkt bis an den Strand für, wo wir ein kleines italienisches Hippie-Hostel ins Auge gefasst hatten. Dort blieben wir 3 Tage. In
unmittelbarer Nähe zum pazifischen Strand.
Von dort ging es weiter nach
Panama-City, wo wir uns für 2 Tage im Mama Llena einmieteten. Am
ersten Tag erkundeten wir die Stand, oder besser die Mädchen zeigten
mir alles, weil sie mit ihrer Reise bereits in der Stadt gestartet
waren. Wir besuchten die Mole und die Altstadt Pierto Vierjo, wo wir
uns die schönen alten Häuser anschauten und den Markt hauptsächlich
für Souveniere besuchten.
Am nächsten Tag gingen wir etwas später
los und sahen uns im gefährlichen Teil der Stadt um. Praktisch an
jeder Ecke steht dort ein Soldat und wacht über das Gewühl von
Menschen. Wir wollten das Nationalmuseum zur Entstehung des
Panama-Kanals besuchen. Es gelang uns auch irgenwann. Es stellte ich
als nicht so einfach heraus, weil die Panamanesen sehr zielsicher
flalsch anworten, wenn sie keine Ahnung haben. Also besser eine
falsche Antwort als zu sagen, das man es nicht weiß.
Das Museum war letztendlich nur ein
klimatisierter Raum in einem von außen nur schwerlich als Museum
erkennbaren Haus, in dem 4 Frauen saßen, die den ganzen Tag Karten
spielten und Radio hörten. Eine hatte auch geschlafen. Die letzten
Besucher waren 6 Tage vor uns da.
Am Abend fuhren wir auf die andere
Seite der Stadt um den neuen Batman Film zu sehen.
Die Mädels flogen am darauffolgenden
Tag und ich blieb einen weiteren Tag in der Stadt um mich wieder auf
das alleine sein einzustimmen und ein Paket nach Hause zu schicken.
Gegen Nachmittag für ich dann die 7
Stunden zurück nach David und von dort aus in die Bergstadt Boquete,
wo ich die nächsten 6 Tage verbrachte. Ich lernte viele neue Leute
kennen und traf mich mit Julius, den ich aus dem Schildkrötenprojekt
kannte.
Ich besuchte heiße Quellen und den
Pianistenpfad alleine und besuchte einen Wasserfall zusammen mit
Markus, einem Österreicher und Julius. Mit Julius bestieg ich am
gleichen Tag auch noch den Vulkan Barú. Der Berg ist 3476 Meter hoch
und wir mussten mehr als 2000 Höhenmeter zurücklegen um nach oben
zu kommen. Dafür brauchten wir exakt 6 Stunden und kamen um 5:30 Uhr an um den Sonnenaufgang zu beobachten. Oben waren es dann
auch Temperaturen um den Gefrierpunkt. Wir hielten es trotzdem über
eine Stunde dort oben aus und machten ungefähr eine Million Fotos.
Für den anschließenden Abstieg brauchten wir dann 4 Stunden, also
ganz so wie unser übereifriger Wirt es vorhergesagt hatte. Der
Abstieg hatte es allerdings in sich und wir waren irgendwann wirklich
entnervt vom ständigen nach unten gehen. Absteigen ist nämlich
manchmal anstrengender als das Hochsteigen.
Den nächsten Tag schonten wir uns aßen
einfach nur viel. Den nächsten Tag fuhren wir Nachmittags los um am
frühen Morgen in Panama-City zu sein. Julius wollte die Stand und
den Kanal unbedingt sehen und so entschlossen wir uns für einen
ein.Tagestrip in die Stadt. Wir kamen um 3 Uhr morgens an und gingen
wieder ind Mama Llena Hostel. Wir konnten vereinbaren keine Miete zu
zahlen und nur unsere Rucksäcke zur Aufbewahrung dort zu lassen. Da
es aber noch Nachts war und die Stadt sehr gefährlich ist, so lange
es dunkel ist, legten wir uns in den Aufenthaltsraum um unsere Nacht
ein wenig nachzuholen. So eine Busfahrt ist nicht unbedingt erholsam.
Ich zeigte die Altstadt und die Mole. Wir ließen auch nicht die
Gelegenheit aus uns von einem Taxifahrer abzocken zu lassen und uns
den Panama-Kanal von einem Aussichtspunkt aus anzuschauen. Als wir die
Passage eines Schiffes beobachtet hatten mussten wir uns beeilen
rechtzeitig zum Busterminal zu kommen, um mal wider die Nacht im
Bus, diesmal auf den Weg nach La Fortuna in Costa Rica um die Ohren
zu schlagen. Im Augenblick ist es Nachts um kurz nach 1 und wir
fahren gerade auf dem Pan-American-Highway nach David, von wo aus wir
umsteigen und en Bus nach San José nehmen, von wo wir nach La
Fortuna weiterfahren. Wir sind so zwischen 20 und 24 Stunden bis
dahin unterwegs und legen ungefähr 1200 Kilometer zurück.
Also letzte Grüße aus Panama!







