Buenos dias aus Costa Rica!
Ich sitze gerade im Bus nach Sixaola,
das liegt auf der Grenze nach Panama und mich überkommt die Lust zu
schreiben.
Seit dem 16. August bin ich wieder auf
freien Fuß, Ich war damit über 6 Wochen völlig abgeschieden von
der Außenwelt. Zwei Tage habe ich in San Jose verbracht. Einen Abend
war ich mit einer Gruppe von Voluntären aus einer spanisch
Sprachschule zusammen feiern. Wir sind in einen Club namens Xcape
gegangen. Dort wird im Prinzip auch die gleiche Musik gespielt wie
bei uns. Nur ist alles viel bunter und die Leute gehen sehr offen auf
einen zu. Zumindest auf uns weiße Menschen. Es ist nicht schwer mit
wildfremden Menschen über Berlin zu reden und wo man sonst am besten
in Deutschland leben kann.
Ich bin die Tage mit einem aus der
Sprachschule zusammen ins Galileo Hostel eingezogen der sich Julio
(ausgesprochen Chulio) nennt, aber eigentlich Julius heißt. Er kennt
sich sehr gut in San Jose aus und kann spanisch, was das ein oder
andere Mal auch sehr nützlich war.
Mit ihm war ich vorzugsweise sehr
ungesund essen, ansonsten haben wir nicht viel gemacht ausser die
Annehmlichkeiten von einen Dach und sauberer und trockener Wäsche im
Hostel zu genießen. Gestern Vormittag lag ich dann genießend auf
meinem Bett und habe einfach mal nichts gemacht, als 2 Mädchen an
mir vorbei liefen. Die Stimmen kenne ich doch, dachte ich und guckte
unter dem Doppelstockbett hervor. Es waren Ami und Rachel, die zwei
Research Assistants, mit denen ich über 4 Wochen zusammen im Projekt
gearbeitet hatte. Sie hatten wohl davon gehört, wie ich von dem
Hostel geschwärmt hatte. Wir haben uns freudig begrüßt und
anschließend noch den ganzen Tag zusammen verbracht. Wir haben Pasta
mit gutem Fleisch gekocht (gut deshalb, weil es nicht die
Abfallprodukte von Hühnern waren), haben Fotos mit Steve Erwin
gemacht (der Tierfilmer, der von einem Rochen ins Herz gestochen
wurde) und haben uns lange unterhalten, während wir noch Fechten auf
der Wii gespielt haben. Es war ein ganz komisches Gefühl die beiden
ausserhalb des Projektes zu treffen. Irgendwie waren wir auch immer
noch am Strand und haben während wir einkaufen gingen nach
Schildkröten auf der Straße umgeguckt.
Die beiden werde ich wirklich
vermissen.
Heute morgen haben wir uns dann alle
verabschiedet. Alle drei sind kurz nach mir aufgestanden um mich zu
verabschieden. Ami und Rachel werden jetzt Facebook Freunde von mir.
Dann ist es offiziell.
Mit Julio habe ich mich verabredet,
dass wir nochmal etwas zusammen unternehmen müssen. Er bleibt noch
bis Februar in Mittelamerika. Vielleicht treffen wir uns später noch
mal in Nicaragua.
Bei mir ist es jetzt gleich um 12 im
Bus, während bei euch es schon um 8 ist. Ich komme euch ein wenig
entgegen, denn Panama hat dann nur 7 Stunden Zeitunterschied.
Von Sixaola laufe ich über eine alte
und wacklige Fußgängerbrücke (siehe Google) und fahre dann in
Panama weiter nach Almirante. Von dort dann mit dem Boot zur Isla
Colón, wo ich einkaufen werde und dann wieder weiter mit dem Boot
zum Red Frog Beach auf Bastimentos fahre. Dort warten dann Jule und
ihe Freundin auf mich.
Jetzt stehe ich an der Haltestelle
Municipalidad de Matina und melde mich später wieder von Bocas
Bound.
Grüße, Ben
(Geschrieben um 12 Uhr mittags, veröffentlicht um 11 Uhr abends)
Fotos werde ich wegen der schwachen Internetverbindung nachreichen.
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