Hallo zu meinem 8. Tag aus San José!
Langsam geht meine Zeit hier in der Hauptstadt zu ende und ich lerne immer noch jeden Tag neue Leute kennen. Auf dem Foto ist Siobhan (eine Australierin) zu sehen, wie sie gerade das Hostel verschönert.
Die zwei Hunde hier aus dem Hostel rennen gerne mal auf die Straße, daher wird die Tür jetzt mit großen Holzplatten dich gemacht. Bisher war die Tür, die nur aus Stäben besteht, nur mit Kaninchendraht gesichert. Hier sitzt sie gerade noch etwas stoned von den Sprühfarben neben ihren Bild und grinst. Ich glaube deshalb standen wir alle draußen und haben ihr beim arbeiten zugeschaut ;-)
Eben hat sie mir mir ein vegetarisches Sandwich gemacht, weil ich hier bis jetzt morgens immer meine Papaya, Ananas, oder Wassermelone geteilt habe. Eine Ananas zum Beispiel kostet etwa 90 Cent und reicht für viele Leute.
Ansonsten war ich heute sehr sehr lange für meine Handschuhe und ein wenig Hundefutter mit Claudia unterwegs. Das Gute ist, dass sie Spanisch als zweite Muttersprache hat und das einiges erleichtert. Für den Werkzeugladen zum Beispiel mussten wir durch die ganze Stadt laufen. Ungefähr dort, wo ich hinmusste um mit dem Bus nach Cartago zu fahren. Dafür habe ich jetzt sehr schöne gelbe Handschuhe mit ordentlich Grip.
Damit bin ich jetzt perfekt gerüstet, um alle möglichen Gartenarbeiten zu machen.
Auf dem Rückweg wollten wir noch Hundefutter und ein anti-Wurmmittel einkaufen. Allerdings hatten alle Tierläden weder Tierfutter, noch Medikamente. Der erste Laden in den wir kamen, hatte überall im Schaufenster kleine Käfige mit Welpen und Kätzchen zu stehen. Pro Käfig ein Welpe. Alle waren extrem aufgeregt, als ich hinkam. Alle wollten sofort lecken und dass ich sie mitnehme. Ich verstehe nicht, wie die Ladenbesitzer das fertig bringen.
Weiter hinten im Laden war der kleine Käfig auf dem Foto, wo viele Welpen zusammen eingesperrt waren. Offensichtlich hatten alle starken Durchfall, denn überall auf dem Boden war Kacke verschmiert und es stank entsetzlich. Dass der Boden total verschmiert war habe ich anfangs nicht gesehen und deshalb habe ich meine Hand rein gehalten. Sofort kamen fast alle Welpen an und wollten gestreichelt werden. Einige versuchten an meinem Arm aus dem Käfig zu kommen und beschmierten meinen Arm mit der Scheiße. Erst da bemerkte ich, dass alle Durchfall hatten.
Auf dem Foto sieht man mal die traurigen Hunde.
Der Hund ganz links hat sich kaum noch bewegt, bzw. ich konnte mit Mühe erkennen, dass er noch atmet.
Die Hundekacke hatte ich dann noch die ganze Zeit am Arm, denn ich konnte mich nirgendwo in der Stadt waschen. Wir sind erst wieder kurz vor dem Hostel an einem Restaurant vorbeigekommen. Bis dahin war sie schon trocken, stank aber immer noch super heftig. Ich habe mir Mühe gegeben möglichst nichts anzufassen und ich hoffe ich habe mich jetzt nicht angesteckt!
Alle anderen Läden in denen wir waren hatten zwar auch kein Hundefutter, dafür aber auch keine Hunde und Katzen eingesperrt. Selbstverständlich hatte dann erst der letzte Laden in dem wir waren die Medikamente und das Futter und das auch noch in unmittelbarer Nachbarschaft zum Hostel. Murphy's law.
Übrigens hatten die meisten Hunde in den Käfigen die gleiche Rasse wie Paul und alle hatten einen kupierten Schwanz.
Mit anbei füge ich wieder ein Foto von mir und das Foto von einem schönen Haus aus der Stadt.
Das Foto habe ich heute mal auf dem Klo geschossen, weil ich die nächsten Tage eh nicht woanders hingehen kann.
Grüße aus dem regnerischen San José,
Ben
Kleiner Nachtrag:
Es ist hier jetzt kurz nach 11 Uhr und bei euch wird jetzt gerade 7 Uhr. Heute kamen hier sehr viele Canadier an und man verfällt nach einer gewissen Zeit immer in die gleichen Strukturen (in der Reihenfolge):
- woher kommst du (Antwort abwarten, dann seine Herkunft verraten)
- fragen wie lange man bleibt (siehe oben)
- evtl. fragen was man in der Zeit hier macht (Optional)
- fragen wo es danach hingeht (die meisten hier reisen weiter nach Nicaragua, oder Panama)
- fragen wie man heist (wieder antworten)
- entweder in tiefer gehende Gespräche abdriften, oder sich seinen bisherigen Gesprächspartnern zuwenden
So kann man in kurzer Zeit viele Leute effektiv "abarbeiten" und lernt viele neue Menschen (und Namen) kennen. Das witzige ist, dass alle genau nach diesem Schema handeln. besonders Claudia. Sie macht hier "Facebook friend harvesting". Nahezu alle Leute werden gleich mal befreundet. Sie kennt natürlich alle ihre Freunde persönlich ;-)
So, ich mach jetzt gleich heia, nachdem ich gestern unbedingt noch "The Expendables" gucken musste und völlig übermüdet hier saß und auf ein baldiges Ende hoffte.
Ich kann den Film auch noch kurz zusammenfassen: Viele Explosionen.
So, das wars. Nachti!
Benniboy! Schön, dass du so viel und anschaulich schreibst..Bin gerade ziemlich neidisch (hier nur blöder Regen), besonders auf die story mit der hundekacke! hab nen juten start am montag mit hofftl irgendwo Internet damit wir dich mal live sehen können ;) grüßle Judith
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