Mittwoch, 27. Juni 2012
Hallo für eine Zusammenfassung von 6. Tag:
Gestern wollte ich eigentlich nur drinnen bleiben, weil ich mir in Cartago einen fiesen Sonnenbrand im Nacken zugezogen hatte. So stand ich gehen 6 Uhr auf, und war etwa von 7 bis 8 in der Stadt um ein paar Einkäufe zu machen. Vor allem Wasser und Vitamine gegen den Sonnenbrand.
Als gegen 8 dann die Sonne zu stark wurde musste ich umkehren und wollte mich um die Einrichtung des Blogs kümmern. Allerdings kam ich nicht sehr weit. Da es bewölkt wurde und Elias und Corina gestern ihren letzten Tag hier hatten.
Mit Elias hatte ich mich schon vor einigen Tagen angefreundet, als er mich zum Essen einlud und ich mit ihm zusammen echte italienische Pasta machte. Er ist nämlich Italiener, spricht aber auch ausgezeichnet deutsch und englisch. Er studiert zusammen mit Corina in Californien.
Zusammen mit den beiden und mit Mitch (der Typ mit dem stark zerstochenen Fuß)
machten wir uns gegen 11 Uhr wieder auf den Weg in die Stadt um etwas zu erleben und was zu essen.
Mitch kam gestern früh hier an und wir befreundeten uns sofort. Er ist eigentlich Tischler aus Canada, arbeitet aber zusammen mit seine Schwester auf einer Ölplattform.
Wir gingen auf den überdachten Markt, wo wir uns was zu essen holten, während der Regen draussen so stark wurde, dass wir uns in wegen dem lauten Blechdach teilweise nicht mehr unterhalten konnten. Ich hatte eine Hühnersuppe.
Es schmeckte auch nach Hühnersuppe. Allerdings lag dort ein halbes Huhn im Stück mit drinnen. Auch die Beilagen kannte ich zumeist nicht. Neben Kochbananen und einer Kartoffel glaube ich noch eine gekochte Mango zu erkennen und noch eine weitere mir unbekannte Frucht. Auch wurde mir alles zu Burritos, Tacos und Quesadilla und so weiter erklärt. Letztendlich benutzt man eine rundes Fladenbrot (das selbstverständlich kein Fladenbrot ist, sondern nur so aussieht und so schmeckt ;-)
und faltet es auf unterschiedliche Arten und jedes mal entsteht dabei ein neues Gericht, mit neuem Namen. Das ist mir zu kompliziert. Das war auch der Grund für die Hühnersuppe. Dazu nahm ich mir einen Fruchtcocktail.
Die gibt es hier an jeder Ecke für ein Taschengeld und mit unterschiedlichsten Mischungen. Davon habe ich insgesamt 3 getrunken. Daneben findet man häufig an Straßenecken, der nicht von Touristen überfluteten Straßen, kleine Obststände. Viele davon bieten kleine Früchte an, die gelblich, rot sind und viele sehr weiche Stacheln haben. Wenn man sich durch die dicke weiche Schale kämpft, dann findest man etwas, das so aussieht wie das Fruchtfleisch von Litchi, schmeckt aber noch viel süßer. Leider konnte ich gestern kein Foto davon machen, weil ich meine Kamera im Hotel gelassen hatte. Ich hole es aber nach, wenn ich noch mal solche Früchte kaufe.
Nach dem Regen gingen wir auf den Platz der Kultur und beobachteten Tauben wie sie japanische Touristen attackierten. Das machte uns durstig und wir mussten einen Ort suchen, wo Brause verkauft wird. Dort tranken wir dann einige Brausen und unterhielten uns über deutschen und italienischen Fußball. Bald wird es ja ernst für das deutsch-italienische Verhältnis! Wir sprachen auch über die Mückenstiche von Mitch. Er war 2 Wochen an der Pazifischen Küste in Sámara. Das liegt auf einer Halbinsel im Norden von Costa Rica. Offensichtlich gibt es dort nämlich wenig Touristen und viele Moskitos. Er hatte kein Netz und kein Insektenschutzmittel dabei, weshalb er jetzt so stark zerstochen ist.
Wir machten uns nach 6 auf den Rückweg (also es war schon stock duster), denn Eias und Corina mussten um 1 Uhr am Flughafen sein. Sie fliegen wahrscheinlich immer noch nach Californien, weil sie eine super ungünstige, dafür aber billige Route fliegen und dafür insgesamt 15 Stunden brauchen. Fast so lange wie ich von Deutschland nach Costa Rica!
Auf dem Rückweg machten wir Bekanntschaft mit einem echten San Joséianer. Er war 19 und niemand konnte sich später an seinen Namen erinnern. Er war sehr interessiert, woher wie kommen und wie lange wir hier bleiben wollten. Ich war anfangs sehr skeptisch, aber er war wirklich einfach nur nett und wollte mit uns reden. Wir gingen noch mal mit ihm in ein Restaurant, wo wir alle zusammen aßen und uns kennenlernten.
Wir mussten das aber irgendwann beenden, weil die beiden ihren Flug kriegen mussten. Also beeilten wir uns zurück zum Hotel zu kommen und uns zu verabschieden.
Mitch und ich saßen noch mit den 3 deutschen Mädchen eine Weile zusammen und quatschten. Sie wollten heute schon um 5:30 Uhr aufstehen um mit dem Bus in eine Nachbarstadt nördlich von hier zu fahren. Also gingen sie recht früh schlafen und ich hinterher.
Heute plane ich meine weiteren Tage und suche mir eine Route raus um noch etwas von dem Land zu sehen. Jetzt hole ich mir gleich einige Bücher aus der Reisebibliothek und mach mir einen Kaffe.
Grüße aus San José und extra Grüße an die Mutter
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